Mette Homar, 202501, 2025, Ölkreide auf Papier, 131 x 214 cm
Mette Homar, 202503, 2025. Ölkreide auf Papier, 194 x 131 cm
Mette Homar, 202106, 2021, Ölkreide auf Papier, 114 x 169 cm
Ausstellungsansicht »States of Being« mit Michael Canning, REITER Leipzig 2023
Mette Homar, 202402, 2024, Ölkreide auf Papier, 169 x 114 cm
Mette Homar, 202506, 2025, Ölkreide auf Papier, 97 x 131 cm
Mette Homar, 202403, 2024, Ölkreide auf Papier, 131 x 214 cm
Mette Homar, 202404, 2024, Ölkreide auf Papier, 86 x 114 cm
Mette Homar, 202105, 2021, Ölkreide auf Papier, 150 cm x 114 cm
Mette Homar, 202005, 2020, Ölkreide auf Papier, 186 x 114 cm
Ausstellungsansicht »States of Being« mit Michael Canning, REITER Leipzig 2023
Mette Homar, 202504, 2025. Ölkreide auf Papier, 194 x 131 cm
Mette Homar, 202408, 2024, Ölkreide auf Papier, 86 x 114 cm
Mette Homar, 202406, 2024, Ölkreide auf Papier, 114 x 86 cm
Mette Homar, 28102022, 2022, Ölkreide auf Papier, 114 cm x 86 cm
Mette Homar, 202203, 2022, Ölkreide auf Papier, 150 cm x 114 cm
Ausstellungsansicht »States of Being« mit Michael Canning, REITER Leipzig 2023
Mette Homar, 202301, 2023, Ölkreide auf Papier, 169 cm x 114 cm
Mette Homar, 202204, 2022, Ölkreide auf Papier, 186 x 114 cm
Mette HomarInfo
Die Natur ist nicht immer sanft mit sich selbst. Wenn Stürme über Küstenlandschaften hinwegfegen, wenn Waldbrände alles verwüsten, wenn der Regen so heftig auf Blätter und Äste einschlägt, dass sie aus ihrem Halt gerissen werden – dann sind die Folgen brutal. Zerfetzt, zersplittert. Als würde die Natur sich selbst verschlingen, kauen und zerreißen, nur um daraus wieder neue Nahrung zu schaffen. Die Landschaften in Mette Homars Gemälden wirken auf ähnlich natürliche, selbstzerstörerische Weise gepeinigt – doch wenn hier ein Riss klafft, dann ist er anderer Natur als jener, den menschliche Zerstörung hinterlässt. Zugleich strahlen die Bilder eine gewisse Ruhe aus. Etwas Uraltes durchwirkt diese Landschaften – der Geist der Natur, der stark und stolz und von erschütternder Schönheit dasteht. Manchmal scheinen die Bäume in Homars Naturbildern auf einer hauchdünnen Erdschicht zu wurzeln: einer Kruste, die hunderttausende Jahre voller Vegetation und Leben getragen hat. Der Mensch wird zum passiven Objekt, die Natur zum handelnden Subjekt. Die Menschen sind zur Seite gedrängt worden oder haben sich bewusst entschieden, nicht teilzuhaben. Die Hierarchien haben sich verschoben und sind dort angekommen, wo sie von Anfang an hingehörten. Der windgepeitschte Eindruck entsteht vor allem durch Homars Arbeitsweise und wie sie ihre Werke entstehen lässt. In der Bewegung der Ölkreiden über das Papier liegt ein Tempo, eine Unmittelbarkeit und fast ungezähmte Dynamik in der Art, wie die Farbfelder entstehen. Unabhängig davon, was das Motiv darstellt, scheinen sowohl der Umgang mit dem Material als auch der Zugang zum Schaffensprozess an die intuitive Malerei des abstrakten Expressionismus zu grenzen: Freiheit und Spontaneität der Bewegung. Hier erleben wir den Drang zur Darstellung, doch mit stärkerer Betonung auf Licht, Farbe und Bewegung als auf realistische Wiedergabe.
Mette Homar (1974 in Fünen, Dänemark, geboren) studierte an der Fakultät für Bildende Kunst der Universität Göteborg (SE) sowie an der Designschule Kolding (DK). Sie hat ihre künstlerische Ausdrucksweise in der Malerei mit Ölkreide auf großformatigem Papier entwickelt. Ihre Werke zeigen Naturszenen durch eine Linse gesteigerter Realität und beleuchten eine innere Erfahrung der Natur, die über ihre äußere Form hinausgeht. Sie arbeitet intuitiv und jenseits vorgegebener Strukturen, wobei sie ihr Schaffen zwischen Figuration und Abstraktion ausbalanciert. Die Künstlerin lebt und arbeitet bei Aarhus in Dänemark.
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