Wanda Stolle, Bow, 2025. Graphit, Leinöl, Kreidegrund auf Holz, 125 cm x 95 cm x 44 cm
Wanda Stolle / Helen Hu, Echoes of Form, Ausstellungsansicht, REITER | Berlin, 2025
Helen Hu, Shovels That Refuse to Be Cobblestones, 2025. Acryl auf Leinwand, 100 cm x 130 cm
Helen Hu, At Home By Winter, 2025. Acryl auf Leinwand, 60 cm x 80 cm
Wanda Stolle, ohne Titel, 2025. Tusche auf Aquarellkarton, 105.8 cm x 146.6 cm
Helen Hu, Out Into Another, 2025. Acryl auf Leinwand, 80 cm x 60 cm
Wanda Stolle / Helen Hu, Echoes of Form, Ausstellungsansicht, REITER | Berlin, 2025
Wanda Stolle, [ohne Titel], 2024. Tusche auf Aquarellkarton, 48 cm x 36 cm
Wanda Stolle / Helen Hu, Echoes of Form, Ausstellungsansicht, REITER | Berlin, 2025
Helen Hu, Borrowed Moment, 2025. Acryl auf Leinwand, 120 cm x 150 cm
Wanda Stolle / Helen Hu, Echoes of Form, Ausstellungsansicht, REITER | Berlin, 2025
Wanda Stolle, [ohne Titel], 2025. Tusche auf Aquarellkarton, 48 cm x 36 cm
In Echoes of Form wird Form nicht als fertige Größe gezeigt, sondern als ein fortwährender Prozess des Werdens. Wanda Stolle arbeitet mit Tuschezeichnungen und Wandobjekten aus Holz, in denen Linien, Flächen und Formen durch Ritzen, Schaben, Schleifen und Schichten entstehen; ihre Arbeiten verbinden Dichte, Leichtigkeit und räumliche Präsenz zu einer stillen, poetischen Komposition. Helen Hu hingegen begreift Malerei als körperliche Erfahrung: Farbe und Gestik entstehen aus Bewegung, überlagern sich, finden neue Balance und verwandeln die Leinwand in einen vibrierenden Raum aus Rhythmus und Energie. Beide Künstlerinnen teilen ein feines Gespür für Übergänge – zwischen Fläche und Raum, Ordnung und Zufall, Kontrolle und Hingabe. Während Stolle die Verdichtung von Form in stille Präsenz übersetzt, öffnet Hu sie zu einem dynamischen Geflecht aus Bewegung und Farbe. Gemeinsam erkunden ihre Werke das Spannungsverhältnis zwischen Körper und Materie, Intuition und Konstruktion, und erzeugen ein Echo von Form, das nachklingt – leise, tief und vielschichtig.
Helen Hu, 1994 in Augsburg geboren, ist deutsch-chinesische Künstlerin. Sie studierte New Media Art an der Beijing Film Academy (2012–2016) und ist Masterstudentin in der Klasse von Prof. Anselm Reyle an der Hochschule der Bildenden Künste Hamburg. Von 2023 bis 2024 studierte sie am École Nationale Supérieure des Beaux Arts Paris. 2025 wurde sie für den Hiscox Kunstpreis nominiert. Zu ihren Ausstellungen zählen unter anderem „Atelier Calais“, ENSBA Paris (2023), „Das alte Haus“, 4Walls, Hamburg (2023), „Von der Donau an die Alster“, Collector’s Room & Dorotheum, Hamburg (2023), „A Monster in the Sea Is Just a Rabbit on the Wall“, „Primavera“, Kuckei+Kuckei, Palma (2024), „139 DAYS“, Galerie Droite, ENSBA Paris (2024), „Transitions“, The Space, Hamburg (2024), „Pomegranate Flower Cake“, Tick Tack, Antwerpen (2025), „MIGHTBEWRONG“, Triiio Tower, Hamburg (2025) und „Mausgrau“, Lycra Raum, Hamburg (2025). 2022 nahm sie an der Residency „Sommer Frische Kunst“ in Bad Gastein, Österreich, teil. Helen Hu lebt und arbeitet in Berlin.
Wanda Stolle, 1985 in Berlin geboren, studierte Bildende Kunst bei Prof. Frank Badur und Prof. Pia Fries an der Universität der Künste Berlin und war Meisterschülerin bei Prof. Pia Fries (2013). Sie erhielt den Kunstpreis des Haus am Kleistpark (2024), wurde für den Kunstpreis der Böttcherstraße nominiert (2022), stand auf der Longlist des Preis der Nationalgalerie (2021) und der Shortlist des Berlin Art Prize (2015). Weitere Auszeichnungen sind das Elsa-Neumann-Stipendium des Landes Berlin (2013), der Meisterschülerpreis des Präsidenten der UdK (2013) sowie der Preis der Schulz-Stübner-Stiftung (2012). 2014 nahm sie am Goldrausch Künstlerinnenprojekt Berlin teil. Werke von Wanda Stolle befinden sich in der Sammlung der Kunsthalle Bremen und im Allianz Kulturforum. Wanda Stolle lebt und arbeitet in Berlin.