Thomas Sommer, Rechnung ohne Wirt, Ausstellungsansicht REITER | Leipzig 2025

Thomas Sommer Rechnung ohne Wirt

Leipzig 13.09.–25.10.2025

Thomas Sommer, Rechnung ohne Wirt, Ausstellungsansicht REITER | Leipzig 2025
Thomas Sommer, Rechnung ohne Wirt, Ausstellungsansicht REITER | Leipzig 2025
Thomas Sommer, Die Krone, 2025. Öl auf Tischplatte, Ø 60 cm
Thomas Sommer, Die Krone, 2025. Öl auf Tischplatte, Ø 60 cm
Thomas Sommer, Rechnung ohne Wirt, Ausstellungsansicht REITER | Leipzig 2025
Thomas Sommer, Rechnung ohne Wirt, Ausstellungsansicht REITER | Leipzig 2025
Thomas Sommer, Kein Schlaf - Kein Traum, 2025. Öl auf Alu-Dibond, 72 cm x 90 cm
Thomas Sommer, Kein Schlaf - Kein Traum, 2025. Öl auf Alu-Dibond, 72 cm x 90 cm
Thomas Sommer, Gott der Unterwerfung, der Selbstermächtigung und der Zeitverschwendung, Series: Fünf alte Götter, 2025. Öl, Lack, Holz, Acrylglas. 130 cm x 72 cm
Thomas Sommer, Gott der Unterwerfung, der Selbstermächtigung und der Zeitverschwendung, Series: Fünf alte Götter, 2025. Öl, Lack, Holz, Acrylglas. 130 cm x 72 cm
Thomas Sommer, Rechnung ohne Wirt, Ausstellungsansicht REITER | Leipzig 2025
Thomas Sommer, Rechnung ohne Wirt, Ausstellungsansicht REITER | Leipzig 2025
Thomas Sommer, Organismus, 2018. Öl auf Leinwand, 73 x 163 cm
Thomas Sommer, Organismus, 2018. Öl auf Leinwand, 73 x 163 cm
Thomas Sommer, Rechnung ohne Wirt, Ausstellungsansicht REITER | Leipzig 2025
Thomas Sommer, Rechnung ohne Wirt, Ausstellungsansicht REITER | Leipzig 2025
Thomas Sommer, Neujahrsansprache des Präsidenten, 2025. Öl auf Alu-Dibond, 72 cm x 90 cm
Thomas Sommer, Neujahrsansprache des Präsidenten, 2025. Öl auf Alu-Dibond, 72 cm x 90 cm
Thomas Sommer, Rio hatte Recht, 2017. Öl auf Leinwand, 123 x 133 cm
Thomas Sommer, Rio hatte Recht, 2017. Öl auf Leinwand, 123 x 133 cm
Thomas Sommer, Gott der transformen Rebellion der Auflösung und des dummen Zufalls, Series: Fünf alte Götter, 2025. Öl, Lack, Holz, Acrylglas. 130 cm x 72 cm
Thomas Sommer, Gott der transformen Rebellion der Auflösung und des dummen Zufalls, Series: Fünf alte Götter, 2025. Öl, Lack, Holz, Acrylglas. 130 cm x 72 cm
Thomas Sommer, Rechnung ohne Wirt, Ausstellungsansicht REITER | Leipzig 2025
Thomas Sommer, Rechnung ohne Wirt, Ausstellungsansicht REITER | Leipzig 2025
Thomas Sommer, Gott der Problemlösung durch Innovation und der Umverteilung von unten nach oben, Serie: Fünf alte Götter, Öl, Lack, Holz, Acrylglas. 130 cm x 72 cm
Thomas Sommer, Gott der Problemlösung durch Innovation und der Umverteilung von unten nach oben, Serie: Fünf alte Götter, Öl, Lack, Holz, Acrylglas. 130 cm x 72 cm
Thomas Sommer, Rechnung ohne Wirt, Ausstellungsansicht REITER | Leipzig 2025
Thomas Sommer, Rechnung ohne Wirt, Ausstellungsansicht REITER | Leipzig 2025
Thomas Sommer, Abgespeist, 2025. Öl auf Alu-Dibond, 72 cm x 90 cm
Thomas Sommer, Abgespeist, 2025. Öl auf Alu-Dibond, 72 cm x 90 cm
Thomas Sommer, Rechnung ohne Wirt, Ausstellungsansicht REITER | Leipzig 2025
Thomas Sommer, Rechnung ohne Wirt, Ausstellungsansicht REITER | Leipzig 2025
»Retrograde Amnesie« 2020 (9-teilig), Öl auf Leinwand, 220 x 220 cm
»Retrograde Amnesie« 2020 (9-teilig), Öl auf Leinwand, 220 x 220 cm
Thomas Sommer, Rechnung ohne Wirt, Ausstellungsansicht REITER | Leipzig 2025
Thomas Sommer, Rechnung ohne Wirt, Ausstellungsansicht REITER | Leipzig 2025
Eröffnung zum Herbstrundgang der SpinnereiGalerien:

Samstag, 13. September von 11:00 – 19:00 Uhr
Sonntag, 14. September von 11:00 – 16:00 Uhr


Thomas Sommer malt erhabene, von der Wirkung der Natur und ihrer Großartigkeit auf Seele und Körper inspirierte Landschaften. Gezielt nimmt seine Arbeit Bezug auf die romantische Tradition der Landschaftsmalerei und nutzt Farbpaletten und malerische Gesten von Größen des kunstgeschichtlichen Kanons wie Caspar David Friedrich, Iwan Aiwazowski, Johann Heinrich Füssli oder selbst William Turner. Zwei Jahrhunderte nach den von Sommer zitierten Vorbildern gemalt, weisen dessen Landschaften jedoch Spuren unseres heutigen Verhältnisses zu einer natürlichen Umwelt auf, die von uns Menschen unumkehrbar beschädigt ist. Sommer will mit seiner Arbeit die problematische Stellung der Natur in unseren Lebensbezügen als einen Gegenstand anhaltender öffentlicher Besorgnis greifbar machen.

Da die Welt, in der wir leben, ihr Fortbestehen in einer schwer beeinträchtigten natürlichen Umwelt suchen und behaupten muss, übersetzt Sommer diese Realität in seelische Verfassungen, anstatt eindeutige konkrete Orte akribisch gemalt wiederzugeben. Die Natur ist darin zwar immer noch großartig und überwältigend dargestellt, doch ein verborgen lauerndes Grundgefühl der Furcht zieht sich durch alle diese neuen Werke. Auch die Figuren verweilen erkennbar im Unbehagen inmitten von Schauplätzen mit finster und bedrohlich wirkenden Himmeln.

Ohne Zweifel bildet die Landschaft den Mittelpunkt von Sommers Malerei, jedoch als eingefasstes und damit zugleich abgerücktes Thema. Motive der Häuslichkeit, ob drapierte Formen oder Architekturelemente, umrahmen das dargestellte Geschehen. Thomas Sommers Gemälde verstehen sich letztlich als eingehende psychologische Reflexion eines Elends unserer Zeit, das uns in Gestalt der bevorstehenden ökologischen Tragödie einholt.

– Anaïs Castro (Auszug)