Wanda Stolle, loose ends, 2026. Graphit, Leinöl, Kreidegrund auf Holz, 266 cm x 248 cm x 45 cm
Wanda Stolle, 2024, in between, Biegeholz, Kreidegrund, Grafit, Leinöl, 218x166x58cm
Wanda Stolle, ohne Titel, 2025. Tusche auf Aquarellkarton, 105.8 cm x 146.6 cm
Ausstellungsansicht, Wanda Stolle, loose ends, REITER | Berlin 2026
»Übung 1« 2020. Grafit, Schellack und Kreidegrund auf Holz. 270 x 40 x 36 cm
»passing« Ausstellungsansicht 2018
Wanda Stolle, [ohne Titel], 2025. Tusche auf Aquarellkarton, 48 cm x 36 cm
Ausstellungsansicht, Wanda Stolle, loose ends, REITER | Berlin 2026
Wanda Stolle, [ohne Titel], 2025. Tusche auf Aquarellkarton, 48 cm x 36 cm
Ausstellungsansicht, Wanda Stolle, loose ends, REITER | Berlin 2026
Wanda Stolle, 2023, match, Biegeholz, Kreidegrund, Grafit, Leinöl, 40.5 x 184 x 32 cm
Wanda Stolle, [ohne Titel], 2025. Tusche auf Aquarellkarton, 48 cm x 36 cm
Wanda Stolle, Vorhang II, 2026. Tusche auf Aquarellbütten, 142.5 cm x 104.3 cm
Wanda Stolle, Schlemihl reverse , 2026. Grafit, Shellack, Kreidegrund auf Holz, 227 cm x 167 cm
Wanda Stolle, 2023, match, Biegeholz, Kreidegrund, Grafit, Leinöl, 40.5 x 184 x 32 cm
Wanda Stolle, Schlemihl reverse , 2026. Grafit, Shellack, Kreidegrund auf Holz, 227 cm x 167 cm
Wanda Stolle, Vorhang I, 2026. Tusche auf Aquarellbütten, 151.5 cm x 105.6 cm
Wanda StolleInfo
Wanda Stolles Werke sind Hybride aus Zeichnung und Objekt. Die großen Wandobjekte gebärden sich wie überdimensionale Papierbögen, die kleineren Zeichnungen hingegen muten skulptural an. Gemeinsam ist allen Werken die Ausdifferenzierung der Grautöne: von monochromen Flächen über das eingearbeitete Spiel mit Linien und Perspektiven, von weicher, diffuser Wolkigkeit bis zu harten Schnitten. Streng geometrische Formen antworten bei Stolle auf virtuose Schwünge und Kurven, der Kontrast von Schwarz an Weiß belebt die überaus lebendigen Zwischentöne in sensibel abgestimmten Graustufen.
Die Wandobjekte aus großen Flugholzplatten und in kraft- und zeitaufwändiger Arbeit in ihre Biegungen gezwungen, außen weiß gekalkt und innen graphitbeschichtet, sind wie in der Form angehaltene Bewegungen, einem fallenden Tuch gleich, scheinbar zufällig. Die helle Leichtigkeit des äußeren Anscheins und die tiefe Schwärze im Inneren begleiten den Betrachterblick über Bögen, Schwünge, Faltung und Entfaltung. Die Polarität von Schwarz und Weiß erzeugt die Ambivalenz von Vorder- und Rückseite und spielt mit der Doppelsinnigkeit des „leeren Blattes“. Unbeschrieben und doch voller Potenzial neigen sich die Objekte zum Betrachter, sinnlich und provokativ zugleich. Auf den Zeichnungen erarbeitet Wanda Stolle mit hartem Werkzeug eine erhabene Wirkung. Die Kreise, Quadrate, Winkel, auch beunruhigende Schräglagen, Keile, Trapeze und Symmetrien muten fast plastisch an in der provozierten Materialität der Oberflächen. Es gibt Schraffuren, Einritzungen, Abschabungen und die geöffneten Flächen zeigt sie pur oder erhöht durch Farbschichten aus unikatem Malmittel (Schellack, Tusche u.a.). Die dabei entstehende Haptik des Papiers schafft Bildsegmente, mit denen sie die traditionellen grafischen Grundsätze durchkreuzt.
Wanda Stolle wurde 1985 in Berlin geboren. Sie studierte bildende Kunst bei Prof. Frank Badur und Prof. Pia Fries an der Universität der Künste in Berlin und war Meisterschülerin bei Prof. Pia Fries. Wanda Stolles Werke sind Hybride aus Zeichnung und Objekt. Die großen Wandobjekte gebärden sich wie überdimensionale Papierbögen, die kleineren Zeichnungen hingegen muten skulptural an. Gemeinsam ist allen Werken die Ausdifferenzierung der Grautöne: von monochromen Flächen über das eingearbeitete Spiel mit Linien und Perspektiven, von weicher, diffuser Wolkigkeit bis zu harten Schnitten. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin.
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