»Stare off with a fly (...zu fortgeschrittener Stunde, unter Aufbietung seiner letzten Kräfte, heute würde er es schaffen!)« 2023, farbig gefasste Schindeln aus diversen Hölzern, Acryl und Lack auf Holz, glasierte Keramik, glasierte und teilvergoldete Ker
ose is sick! No She's not! But all those red dots! Golden dots you mean! Aren't they beautuful! They are red! No, they are Gold! No, red! Gold!, 2025. Glasierte Keramik, farbig gefasster Aluminiumhut, div. Hölzer und Furniere...
Sebastian Neeb, Silhoutte of Happiness, 2025. Acryl auf bearbeitetem Papier, 52 x 42 cm
They used to call him machine... (or - They put him back together nicly and he found the right pills to sleep, so he doesn't mind what happend in the past. - Hold the line!), 2025. Glasierte Keramik, farbig gefasster Aluminiumhut, div. Hölzer und Furniere
They used to call him machine... (or - They put him back together nicly and he found the right pills to sleep, so he doesn't mind what happend in the past. - Hold the line!), 2025. Glasierte Keramik, farbig gefasster Aluminiumhut, div. Hölzer und Furniere
»Cockman claims he came first, then the chicken, then the egg« 2022. Glasierte und teilvergoldete Keramik, Sandstein, Hölzer, Lack, Beize, 37,5 × 37 × 20,5 cm
»Eierloch!« 2019, Keramik, Holz, Stein, 54.5 x 38 x 15.5 cm
Sebastian Neeb, Tödlein spielen Eierloch und Sündenfall, 2025. Glasierte Keramik, ø 29 cm x 7 cm
»Gekenterte Suppenschüssel aus der Zeit der Opulenz« 2023, glasierte, gelüsterte und teilvergoldete Keramik, 33cm × 30cm × 26cm
»Stare off with a fly (...zu fortgeschrittener Stunde, unter Aufbietung seiner letzten Kräfte, heute würde er es schaffen!)« 2023, farbig gefasste Schindeln aus diversen Hölzern, Acryl und Lack auf Holz, glasierte Keramik, glasierte und teilvergoldete Ker
Sebastian Neeb, Tödlein umgarnt ein Mütterchen am Gartenzaun, 2025. Glasierte Keramik, ø 29 cm x 7 cm
»Sieben Fliegen (... fand er an den Vorhang geheftet. Jemand forderte ihn heraus...)«, 2023, farbig gefasste Schindeln aus diversen Hölzern, Acryl und Lack auf Holz, glasierte Keramik, 110cm × 90cm × 6cm
Sebastian Neeb »Geschindel« Ausstellungsansicht REITER | Berlin 2023
»The Stage is yours (Golden Buzzer)« 2019, Keramik, Holz, Stein, 53 x 30.5 x 30.5 cm
How did they know that green is her favorite color... (or - She was noticeably surprised when they put a party hat on her, after they had just scolded her.), 2025. Glasierte Keramik, farbig gefasster Aluminiumhut, div. Hölzer und Furniere...
How did they know that green is her favorite color... (or - She was noticeably surprised when they put a party hat on her, after they had just scolded her.), 2025. Glasierte Keramik, farbig gefasster Aluminiumhut, div. Hölzer und Furniere...
»Die ergatterte Wurst« 2023, farbig gefasste Schindeln aus diversen Hölzern, Acryl und Lack auf Holz, glasierte Keramik, 110 × 90 × 6cm
»Dilettante Kartoffeln wetteifern um die Gunst des Vaters.« 2023, glasierte und teilvergoldete Keramik, Installation variabel
Die 7 Nasen von Babel bewachen die Illusion des immer währenden Wachstums, 2019. Keramink, Holz, Stein
Sebastian NeebInfo
Eine Spur Ironie und die kaum versteckte Lust am Spielerischen verbindet das genreübergreifende Werk von Sebastian Neeb. Er spielt mit der Erhabenheit des Kunstwerkes und appelliert – verbal und bildhaft – für den Blick hinter die Gesten und Schlagworte. Die tragikomischen Gestalten und Szenen des Künstlers erzeugen auf verschiedene Weise Distanz, die entweder Banales sichtbar machen oder Abgründe versinnbildlichen kann. In den vergangenen Jahren hat Sebastian Neeb einen komplexen künstlerischen Kosmos erschaffen. Malerei, Fotografie, Objekt, Installation und Skulptur ergänzen sich zu Themenkomplexen, und die gleichermaßen auf hohem Niveau beherrschten handwerklichen Techniken im Umgang mit verschiedenen Werkstoffen verbinden sich zu kohärenten Installationen.
Neeb entwirft Pokale für Nonsens-Leistungen, Gemälde balancieren auf Sideboards, er erfindet eine Papier-Nasen-Mode für Portraits in altmeisterlicher Manier und lässt Keramik-Kreaturen um die Aufmerksamkeit des Betrachters buhlen. Er zersägt seine Bildträger oder inszeniert in proklamierender Weise seine Werke in der Art von Spruchschildern und erschafft rund um eine »wooden wurst« eine umfassende Jetzt-Zeit-Allegorie auf das goldene Kalb. Die auf akkuraten Sockeln platzierten Büsten der Serie „New Leader“ präsentieren Macht nicht mit Charakterköpfen. Es sind entstellte Physiognomien, witzig bis grotesk verformte Substanzen von Gesichtern, die den Anblick der Macht kommentieren.
Mit der Reihe von Trophäen-Skulpturen (mit den für Neeb typischen Titeln wie "Trophy for finding the jar of wisdom, drained to the dregs and stuck to a piece of wood") entlarvt er die Wettbewerbs-Hype-Kultur als unreflektierte Folklore. In „Donkey Lessons“ schließlich sind die Slogans von Machtpolitik und Easy-going-Entertainment nicht mehr zu unterscheiden und der Kunstbetrachter wird selbst zum Adressaten von Retorten-Botschaften. Sie alle forcieren Neebs ironisch formulierten Zweifel: der Glanz strahlt feierlich erhaben und blendet sein Auditorium und blendet dabei fast aus, was hinter dem Glanz zu erkennen wäre. In seinen Objekten arbeitet beides mit- und gegeneinander: Verblendung und Erkennen und er engagiert sich nie thematisch sondern desillusioniert umfassend auf kluge und unterhaltsame Weise.
Sebastian Neebs Werk ist ein umfassender Kommentar auf eine distanzlos durchdachte Gegenwart. Sein Blick durchdringt die angewöhnten Rituale und das Befremden darüber transformiert er in seine Kunst. Er arbeitet nicht mit dem vorgehaltenen Spiegel, sondern geht weiter bis zum direkten Nachahmen eingeübter Wahrnehmungsmuster und den kalkulierten Reaktionen. Hier ist Kunst vor allem die Konfrontation des Betrachters mit einem Objekt.
Sebastian Neeb (geb. 1980 in Güstrow) studierte Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin, bevor er von 2002 bis 2009 Freie Kunst an der Universität der Künste Berlin unter anderem bei Daniel Richter, Anselm Reyle, Claudia Shneider und Robert Lucander studierte. Er war Meisterschüler bei Daniel Richter und Robert Lucander. Sein interdisziplinäres Werk vereint Malerei, Skulptur, Installation und Fotografie und setzt sich kritisch mit gesellschaftlichen Strukturen, Konsum und kulturellen Symbolen auseinander. Im Jahr 2017 war er für eine Lehrtätigkeit an der Trondheim Academy of Fine Art tätig. Er lebt und arbeitet in Berlin.
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